Sonstiges
Donnerstag, 28.5.09, Tag 1, Anreise
Mal wieder ein Urlaub in Wyk auf Föhr. Diesmal in etwas dezimierter Stärke, aber dadurch konnten wir mit dem Auto hochfahren. Hat übrigens alles prima geklappt, wir waren fast 2 Stunden vor dem Zeitplan an der Fähre und sind noch auf die Vorherige mit draufgekommen. Ein herzliches Dankeschön geht an die Erfinder der DVD-Player für’s Auto! Es fährt sich viel entspannter, wenn die Kinder hinten Pippi und Rappelkiste schauen können (mit Kopfhörern) und – natürlich – mit langen Pausen zwischen den Filmen. Wir waren ja immerhin nach 12 Stunden erst auf Inselboden, und zwei DVDs haben gereicht…
Abends sind wir dann gleich noch mit Renate und Hartmut Grillen gegangen, die Kinder haben’s auch gleich wiedererkannt und den Spielplatz beschlagnahmt. Die Schaukel war auch schnell geputzt – einfach draufsetzen :-) Nur ein kleiner Zwischenfall nach dem Essen: Eigentlich war es nicht viel Sand, der Lukas in sein Auge kam, aber den Schreien nach ist vermutlich die gesamte Notaufnahme des Krankenhauses in Alarmbereitschaft versetzt worden, völlig überflüssigerweise – klar. Was man mit ein bisschen Wasser nicht alles heilen kann…
Freitag, 29.05.09, Tag 2
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So. Nachmittags sind wir dann Geocachen gegangen. Für die, die das nicht kennen: Man errechnet Koordinaten und sucht sich dann dort dumm und dusselig, bis man merkt, dass die Koordinaten falsch waren oder der GPS-Empfänger zu ungenau. Kaum hat man aber ein richtiges Gerät, dann geht’s auch schon viel leichter. Jedenfalls haben wir heute schon 2 Caches gefunden. Darunter einen, den Heike, Renate und ich vor 2 Jahren schon mal gesucht und (damals) nicht gefunden haben. Aber mit gemähtem Gras ist es auch viel einfacher…
Kaum wieder zuhause, ging es auch schon zur traditionellen Gute-Nacht-Geschichte, die es erfreulicherweise auch schon in den Pfingstferien gibt. Und dass wir dort ganz oft waren, hab ich gemerkt, als ich das Eingangslied (einschließlich anschließendem Gag) fehlerfrei mitsingen konnte.
Hab ich schon erwähnt, dass wir super Wetter haben? Gut genug, dass ich schon einen Sonnenbrand hab, hätte ich nie gedacht. Bin gespannt, wie ich heute Nacht schlafen kann.
Samstag, 30.05.09, Tag 3
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Wieder zuhause gab es Pfannenkuchen, und nach dem Ausruhen ging es auf zur Alten Mole, dort legt der Kutter der Schutzstation Wattenmeer ab zu einer Touri-Fahrt. Sehr zu empfehlen! Der Zivi und seine nette :-) Assistentin haben das prima gemacht. Da wird zuerst ein Netz ausgeworfen und 10 Minuten langsam über den Grund (3-4 Meter tief) gezogen, und dann wird eingeholt und Krabben, Krebse, Muscheln, keine Fische, Seesterne usw. in die Schiffsmitte in ein Becken gekippt. Der Zivi erklärt dann zu jeder Gattung was und reicht ein Glas mit Vertretern der Spezies herum, um anschließend eines der Kinder zu bitten, das Zeugs wieder ins Meer zu kippen. Dauert fast 2 Stunden, und wenn die Sonne kurz weg ist, wird der Wind ziemlich kalt, aber ein Erlebnis für die Kinder, von dem sie den ganzen Abend noch erzählt haben. Und morgen geht’s bestimmt weiter.
Kein Wind kann übrigens so kalt sein, dass man keine Lust mehr auf ein Kally-Eis hat. Während dem Eisessen haben wir dann em wohl schlechtesten Schachspiel, das je au dem Föhrer Damm gespielt wurde, zugesehen, bevor Lea und Lukas dann noch eine (deutlich bessere) Partie gegeneinander spielen konnten. Und rechtzeitig zum DFB-Pokal-Endspiel war auch das Abendessen vorüber und wir konnten die erste (torlose) Halbzeit gemeinsam anschauen. Erneut ein schöner Tag, und der Wetterbericht für morgen sieht auch prima aus.
Sonntag, 31.05.09, Tag 4
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Der Fischmarkt war wie jedes Jahr: Voll, laut und nichts zu sehen :-). Also wieder heim und Karten schreiben, muss auch sein. Nachmittags sind wir tatsächlich (welch ein Frevel) bei bestem Wetter ins Kino gegangen, und zwar tatsächlich nur wir, quasi eine Privatvorstellung. Und danach an den Strand und zu Tessies, nein, Kally.
Nachträglich hier noch ein Absatz zum Föhrer Nachtleben. Strandparty war eigentlich ganz nett, und wenigstens waren die Lieder, die der DJ gespielt hat, doppelt so alt wie er selbst. Was ich nicht rausgefunden hab war, wo die Föhrer hingehen, auf der Party waren jedenfalls zum Großteil Urlauber…
Montag, 01.06.09, Tag 5
Gott sei Dank hat unser Um-die-Ecke-Bäcker auch trotz Feiertag heute geöffnet (wie übrigens die anderen Supermärkte und Geschäfte hier auch – kann man sich dran gewöhnen). Ich trau es mich schon gar nicht mehr richtig zu schreiben, aber auch heute wieder wolkenloser Himmel… Heute ist Mühlentag (wie immer an Pfingstmontag, wie man mir Unwissendem entrüstet erklärt hat), also werden wir – genau – eine Mühle besichtigen, wahrscheinlich zusammen mit zehntausend Anderen, die auf die gleiche abstruse Idee kommen. Aber erst mal ganz langsam angehen, diesen Feiertag…
Morgens sind Lukas und ich nochmal zu dem einen Cache vom Samstag gefahren und haben mitten im Wald fast eine Stunde gesucht – und wieder nichts gefunden. Mist. Auf Mühlen hatten die Kinder (Gott sei Dank) keine rechte Lust, also sind wir nur den Strand entlang gelaufen bis zum kleinen Leuchtturm (sorry, Renate, auch wenn es euer einziger ist, aber er ist wirklich klein), und haben uns dann ganz spontan mit Schaufel und Eimer am Strand und im Watt vergnügt. Nebenbei haben wir noch einen Zungenbrecher erfunden, also dreimal hintereinander ganz schnell sagen:
Die Föhrer Fähre fährt nach Föhr, nach Föhr fährt die Föhrer Fähre!
Mehr haben wir heute nicht gemacht, aber schließlich ist ja auch Urlaub und nicht Daueranimations-Woche!
Dienstag, 02.06.09, Tag 6
Heute mal zur Abwechslung ein frischer Wind, aber noch immer scheint die Sonne. Nur muss ich zum ersten Mal die langen Hosen auspacken. Fairerweise muss ich heute Brötchen holen. Nach dem Frühstück einkaufen, die Vorräte gehen zur Neige. Leider klappt die Fahrt nach Dänemark zum Legoland nicht, die Kinder haben keinen Kinderausweis! Unbedingt nachholen!
Alle Jahre wieder der Besuch der Vogelkoje. Aber man lernt doch jedes Jahr noch was dazu. Was eine Vogelkoje ist? Einfach fragen, zum Beispiel Lea oder Lukas. Auf dem Deich hat’s uns ganz schön durchgepustet, zum Glück hatten alle Jacken dabei – bis auf mich :-(
Das Pumpwerk konnten wir leider nicht besichtigen, da wird der Deich erneuert. Aber eigentlich wollte ich auch nur diese Schwertmuscheln suchen, da gibt es dort ganz viele. Hat trotz Baustelle geklappt. Ja, und dann sind wir noch zu dem anderen Cache nochmal hingefahren und haben mal aufgefüllt und ihm einen neue Tüte verpasst, damit die nächsten Geocacher mehr Vergnügen dran haben. Und nach Hause und Mittagessen.
Nachmittags den schönen Mühlengarten nebenan besucht, das immer noch sehr heruntergekommene Kleintiergehege weiter oben, und – auch ein Klassiker – das Foto unter dem Wahlgebiss im Friesenmuseum. Und dann wieder die Gute-Nacht-Geschichte. Wir sind schon ganz traurig, dass Übermorgen schon packen angesagt ist..
Mittwoch, 03.06.09, Tag 7
Auch heute wieder etwas bewölkt, und ein recht heftiger Wind. Und auch heute wieder Platznehmen am gedeckten Frühstückstisch. Könnte ich mich dran gewöhnen :-). So, dritter und letzter Versuch für unseren Problem-Cache. Nachdem ich jetzt den Hinweis bekommen habe, dass die Zielkoordinaten halbwegs stimmen (trotz der Ungenauigkeit der Station davor), war es ein hin, rein in den Wald, und gefunden. Und weil es so schnell ging, gleich den nächsten noch hinterher. Der war auch sehr schön, wandern in Nieblum, aber kurz vor Schluß dann eine elende Sucherei – aber erfolgreich!
Nach dem Mittagessen ging es dann ins Hallenbad, mit Wellen und – Salzwasser! Igitt! So was von ungewohnt. Und ein pisswarmer Whirlpool (sorry für die Ausdrucksweise). Die Rutsche ist auch schon in die Jahre gekommen, und wer wissen will, wie es sonst so war, der stellt sich einfach vor, dass man mit Sack und Pack auf halbem Weg zum Bad rumdreht, um noch die Bürste und den Fön für Leas Haare zu holen, und unmittelbar nach dem Ausziehen in der Umkleidekabine entdeckt, dass Lukas seine Badehose nicht eingepackt hat (oder der Papa – das ist noch nicht ganz geklärt :-), und also erneut nach Hause wandert. Die Gute-Nacht-Geschichte war dann auch echt zum Einschlafen – für den Papa… Da half auch das kleine Schnitzel davor nicht mehr (das ist ein Insider, Heike wird das schon verstehen!).
Heute abend werd ich nochmal schauen, was das Föhrer Nachtleben so zu bieten hat – für Strandparty ist es diesmal etwas zu kalt.
Donnerstag, 04.06.09, Tag 8, letzter Urlaubstag
Und ich dachte, wir hätten soweit alle Insel-Caches gefunden! Nein, da sind in den letzten Tagen 2 neue entstanden, plus einem, der noch ausstand, macht also 3 Caches für heute. Also gleich früh los und den ersten gesucht (und natürlich gefunden) und gleich weiter zum nächsten. Nannte sich “blaue Kuh”, und da stand auch eine solche rum (siehe Foto). Auch gleich gefunden. Und wenn wir schon mal in der Nähe von Utersum waren, dann auch noch gleich auf den tollen Strandspielplatz dort. Kurzes Mittagessen, dann der bange Anruf beim Flugplatz, ob Flugwetter ist. Ja, wenn wir gleich kommen. Also schnell hin, in eine kleine Cesna, und abgehoben. Traumhaft! Einfach schön. Über 20 Minuten fliegen über das Wattenmeer. Wollte ich schon seit Jahren machen. Und die Kinder kamen gar nicht raus aus dem Staunen.
Anschließend, weil wir eh mit dem Auto unterwegs waren, nochmal zu unserer Lieblings-Vogelkoje, da war nämlich am Tag nach unserem Besuch ein weiterer Cache (der letzte auf meiner Liste) entstanden. Ein Super-Versteck, aber (natürlich) gefunden. Damit erhöht sich die Anzahl unserer gefundenen Insel-Caches auf 8 (in Worten: Acht!). Heim und packen und dann gehts nach der Gute-Nacht-Geschichte nochmal zum Grillen (ach ja, Wetter: bewölkt, windig, 15 Grad, aber immer noch kein Regen :-). Morgen früh 7:30 geht die Föhre, äh, Fähre. Der nächste Blog-Eintrag kommt also schon wieder aus Karlsruhe und wird auch der letzte hier sein…
Noch ein kleiner Nachtrag: Auf dem Rückweg vom Grillen hat es doch tatsächlich noch kurz geregnet. Aber nur kurz, und der Regenbogen hat das wieder wettgemacht.
Freitag, 05.06.09, Tag 9, Heimreise
Um 7:30 auf die Föhre fahren, ganz schön hart – aber machbar. Und am liebsten möchte man mit den Seehunden tauschen, die auf den Sandbänken liegen und die ersten Sonnenstrahlen genießen! Aber irgendeiner muss die Karre ja fahren. Schon nach 12 Stunden waren wir dann wieder in Karlsruhe. Urlaubs-Ende! Blog-Ende!
Bis bald, Föhr!